Cava de Viriato

Trotz ihres Namens weiß man heute, dass diese in der Nähe des Largo da Feira de São Mateus de Viseu gelegene Festung nichts mit Viriatus, dem lusitanischen Anführer, dessen Statue den Ort beschmückt, zu tun hat.

Trotz ihres Namens weiß man heute, dass diese in der Nähe des Largo da Feira de São Mateus de Viseu gelegene Festung nichts mit Viriatus, dem lusitanischen Anführer, dessen Statue den Ort beschmückt, zu tun hat. Anders als allgemein erwartet, ergaben letzte Forschungen, dass die Festung nicht von Lusitanern errichtet wurde. Einige Wissenschaftler vertreten, dass sie von Römern aus der Zeit vom 1.Jhd. v. Chr. stammen könnte.Andere Experten wiederum sind der Auffassung, dass die Cava do Viritato von Mauren als Lager- und Übernachtungsstädte gebraucht wurde. Solange die Frage über den Ursprung dieses rätselhaften Ortes nicht durch weitere Ausgrabungen geklärt wird, ist dieses mitten in der Stadt gelegene geschichtsträchtige Monument sicherlich einen Besuch wert.

Ein archäologisches Geheimnis

Wie also könnte diese riesige Festung in Viseu entsanden sein? Das ist die rätselhafte Frage, auf die Archäologen noch heute keine Antwort wissen. Die Festung ist achteckig, umfasst 38 Hektar Grund, ist durch Böschungen geschützt und von Mauern und einem Wassergraben umgeben. Letzterer war mit einem sehr ausgefeilten hydraulischen System ausgestattet, durch welches die Verbindung zwischen dem Wassergraben und dem Fluss Pavia und der Ribeira de Santiago ermöglicht wurde. Theorien aus der neueren Zeit besagen, dass eine solche Konfiguration, wie sie auf der iberischen Halbinsel nirgendwoanders anzutreffen ist, wohl eher auf die Mauren und ihre Schlaf- und Lagerstädten zurückzuführen sei.

Die seit 1910 als Nationalmonument bezeichnete Cava de Viriato hat der Errosion der Zeit nur teilweise standgehalten; Im Jahr 2001 ist es dem Architekten Gonçalo Byrne gelungen, durch die Restaurierung zweier Seiten des Oktagons, welche praktisch nicht mehr existent waren, eine Aufwertung dieses Bauwerks zu erreichen. Dank eines Ganges, der entlang der gesamten Böschungsstruktur verläuft, ist die Cava zugänglicher geworden und erlaubt den Besuchern somit eine intensivere Reise durch die Zeit.

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